Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Projekten im Rahmen des nationalen Programms für den öffentlich regulierten Dienst des Satellitennavigationssystems Galileo
- 21. Juli
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Mit einer neuen Förderrichtlinie unterstützt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Entwicklung innovativer Technologien und Anwendungen für den Public Regulated Service (PRS) des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Der PRS ist ein besonders geschützter und verschlüsselter Navigationsdienst, der speziell für staatlich autorisierte Nutzer entwickelt wurde und auch unter Krisenbedingungen eine zuverlässige und manipulationssichere Navigations- und Zeitreferenz bereitstellt.

Der Dienst spielt eine wichtige Rolle für sicherheitskritische Anwendungen, beispielsweise im Rettungswesen, Katastrophenschutz, bei kritischen Infrastrukturen, im Drohneneinsatz oder im Bereich der Landes- und Bündnisverteidigung. Ziel der Fördermaßnahme ist es, den eigenständigen deutschen Zugang zum Galileo-PRS weiter auszubauen, neue Anwendungsfelder zu erschließen und die technologische Wettbewerbsfähigkeit deutscher Akteure in diesem strategisch wichtigen Zukunftsmarkt zu stärken.
Gefördert werden insbesondere:
PRS-Technologieentwicklungen, darunter neue Empfängertechnologien, Miniaturisierung von PRS-Empfängern und Komponenten, Antennenentwicklungen sowie Schutzmechanismen gegen Störungen und Manipulationen.
PRS-Anwendungen, die die entwickelten Technologien in einsatzfähige Lösungen für zivile und militärische Anwendungsfelder (Dual Use) überführen.
Demonstrationsprojekte, die das Potenzial und die Eigenschaften des PRS in realen Einsatzszenarien aufzeigen, beispielsweise bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben oder Betreibern kritischer Infrastrukturen.
Aufbau und Weiterentwicklung der nationalen PRS-Infrastruktur, insbesondere für die technische und behördliche Bereitstellung sicherer Schlüssel- und Sicherheitsinfrastrukturen.
Antragsberechtigt sind Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen, Behörden, Gebietskörperschaften sowie weitere geeignete Organisationen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Besonders erwünscht sind Verbundprojekte, die Industrie, Forschungseinrichtungen und öffentliche Anwender zusammenbringen.
Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel bis zu zwei Jahre, in begründeten Ausnahmefällen bis zu drei Jahre.
Das Verfahren ist zweistufig angelegt. Zunächst sind Projektskizzen mit einem Umfang von maximal zehn Seiten bei der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR einzureichen. Ausgewählte Vorhaben werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
Für das Space2Motion-Netzwerk ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte insbesondere im Bereich sicherer Navigations- und Zeitdienste für automatisiertes und vernetztes Fahren, Flottenmanagement, intelligente Verkehrsinfrastruktur, Logistik und Transportsysteme sowie unbemannte Systeme im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr. Auch Anwendungen für kritische Mobilitätsinfrastrukturen und resiliente Verkehrssteuerung können von der erhöhten Sicherheit, Manipulationsresistenz und Verfügbarkeit des Galileo-PRS profitieren.
Wenn Sie bereits eine Projektidee entwickeln und hierfür Kontakte im Space2Motion-Netzwerk suchen, unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung unter support@space2motion.de
Weitere Informationen unter:




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