BMFTR Förderaufruf: „Digitalisierung und Innovation zur Erhaltung resilienter mariner Ökosysteme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Blauen Wirtschaft"
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert transnationale Verbundvorhaben im Rahmen der Sustainable Blue Economy Partnership (SBEP) der Europäischen Kommission. Der Aufruf ist eingebettet in die Strategie „FONA – Forschung für Nachhaltigkeit" sowie das Forschungsprogramm „MARE:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung für Nachhaltigkeit" und bezieht sich auf die Rahmenbekanntmachung vom 12.09.2025 (BAnz AT 10.10.2025 B1) sowie die internationale Ausschreibung „Building a sustainable and innovative Blue Economy: mastering digital opportunities and fostering resilience" vom 14.09.2026.
Ziel der Partnerschaft ist der Wandel hin zu einer klimaneutralen, nachhaltigen, produktiven und wettbewerbsfähigen blauen Wirtschaft. Gesundheit, Resilienz und Ökosystemleistungen des Ozeans sollen wiederhergestellt werden, indem wirtschaftliche Tätigkeit ermöglicht wird, die zugleich klimaneutral und produktiv ist.

Schwerpunktbereiche:
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in transnationalen Verbünden in einem der vier Schwerpunktbereiche:
Transformation der blauen Wirtschaft für Nachhaltigkeit und strategische Autonomie
Steuerung der Meeresnutzung durch die Weiterentwicklung digitaler und ökosystembasierter Ansätze
Förderung nachhaltiger blauer Bioressourcen durch Innovationen in mariner Produktion und Ernte
Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Küstengemeinden durch Infrastruktur und Unternehmen
Jeder Projektvorschlag muss genau einem Schwerpunktbereich zugeordnet werden; es müssen nicht alle Unterthemen eines Bereichs adressiert werden. Erwartet wird, dass die Verbünde mindestens zwei der fünf europäischen Meeresbecken (Mittelmeer, Schwarzes Meer, Nordsee, Ostsee, Atlantik) berücksichtigen und Wirkung sowie Übertragbarkeit und Skalierbarkeit auf weitere Meeresbecken bewerten.
Beteiligte Länder:
Neben der Europäischen Kommission beteiligen sich 35 Förderinstitutionen aus 28 Ländern: Belgien, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Färöer-Inseln, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Malta, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tunesien, Türkei und Ukraine.
Relevanz für Space2Motion:
Für das Space2Motion-Netzwerk ergeben sich Anknüpfungspunkte vor allem im Schwerpunktbereich „Steuerung der Meeresnutzung durch digitale und ökosystembasierte Ansätze". Raumfahrttechnologien liefern hier zentrale Bausteine: satellitengestützte Erdbeobachtung für das Monitoring von Küsten, Meeresoberflächen und Ökosystemzuständen, GNSS-basierte Präzisionsnavigation für autonome und teilautomatisierte maritime Systeme sowie Satellitenkommunikation für die Anbindung von Sensorplattformen, Bojen und Offshore-Infrastrukturen.
Weitere Übertragungspotenziale bestehen bei Technologien, die im Raumfahrtkontext für extreme Umgebungen entwickelt wurden – etwa robuste Sensorik, korrosions- und druckbeständige Werkstoffe, energieautarke Systeme und Datenverarbeitung an der Edge. Für Akteure aus dem Mobilitätsbereich sind zudem die Übertragbarkeit von Antriebs-, Leichtbau- und Automatisierungslösungen auf maritime Anwendungen sowie datengetriebene Konzepte für Hafenlogistik und intermodale Transportketten von Interesse.
Antragsverfahren und Frist:
Das Verfahren ist zweistufig. In der ersten Stufe reicht der Koordinator des europäischen Forschungsverbunds eine Ideenskizze in englischer Sprache bis spätestens 16. November 2026, 15:00 Uhr MEZ elektronisch über das EPSS (Electronic Proposal Submission System) ein. Anweisungen zur elektronischen Einreichung einschließlich Angaben zu Umfang und inhaltlichen Bestandteilen der Skizzen stehen ab September 2026 auf der SBEP-Website bereit. Die Vorlagefrist ist eine Ausschlussfrist – später eingehende Skizzen können nicht berücksichtigt werden.
Unternehmen müssen zeitgleich mit der Ideenskizze den vorläufigen Jahresabschluss für 2025 sowie die betriebswirtschaftliche Auswertung für August 2026 an ptj-sbep@ptj.de senden. Werden diese Unterlagen nicht vorgelegt, gilt das Unternehmen als nicht förderfähig.
Es wird empfohlen, vor der Einreichung Kontakt mit dem beauftragten Projektträger aufzunehmen. Bei technischen Fragen zum EPSS hilft der SBEP EPSS Helpdesk: epss.sbep@g.etag.ee
Kontakt:
Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH, Geschäftsbereich Marine und maritime Forschung, Geowissenschaften und Schifffahrt (MGS), Schweriner Straße 44, 18069 Rostock
Fachliche Ansprechpartnerin:
Frau Dr. Julia Getzlaff, Tel. +49 (0)381 20356-292, ptj-sbep@ptj.de
Administrative Ansprechpartnerin:
Frau Christin Lambertz, Tel. +49 (0)381 20356-284, ptj-sbep@ptj.de
Das Space2Motion-Netzwerk unterstützt gern bei Vernetzung, Partneridentifikation und Konsortialbildung.
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