Richtlinie zur Förderung von Projekten im Wissenschaftsjahr 2027 – Raumfahrt
- 6. Aug.
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Mit dem Wissenschaftsjahr 2027 – Raumfahrt stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Bedeutung der Raumfahrt für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in den Mittelpunkt. Gefördert werden innovative Projekte der Wissenschaftskommunikation, die Bürgerinnen und Bürgern die vielfältigen Aspekte der Raumfahrt näherbringen und den Dialog zwischen Forschung und Öffentlichkeit stärken.

Das Wissenschaftsjahr 2027 soll zeigen, wie Raumfahrt zur Lösung zentraler Zukunftsfragen beiträgt. Themen sind unter anderem die Erforschung des Universums, die Entwicklung nachhaltiger Raumfahrttechnologien, die wirtschaftliche Bedeutung der Raumfahrt, internationale Zusammenarbeit sowie die Rolle von Satellitensystemen für Sicherheit, Souveränität und Resilienz. Auch Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Quantenkommunikation und innovative Antriebssysteme werden dabei adressiert.
Gefördert werden Projekte der Wissenschaftskommunikation, die sich einem oder mehreren der vier Themenfelder des Wissenschaftsjahres widmen:
Wissenschaft und Forschung – Von der Erde zum Universum und zurück
Der wirtschaftliche Beitrag der Raumfahrt
Internationale Zusammenarbeit als diplomatisches Bindeglied
Raumfahrt als Garant für Souveränität und Resilienz
Im Mittelpunkt stehen partizipative, dialogorientierte und innovative Formate, die unterschiedliche Zielgruppen erreichen und zur aktiven Auseinandersetzung mit Raumfahrtforschung anregen. Förderfähig sind beispielsweise:
Citizen-Science-Projekte und Mitmach-Experimente
Ausstellungen, Science-Center-Formate und Visualisierungen
Podcasts, Streams und Kurzvideos
Virtual-Reality- und Gaming-Anwendungen
Interaktive Kultur- und Kunstprojekte
Innovative Bildungs- und Beteiligungsformate
Besonders erwünscht sind Projekte, die Menschen erreichen, die bislang wenig Berührungspunkte mit Wissenschaft und Raumfahrt hatten, sowie Vorhaben, die über das Wissenschaftsjahr hinaus weiter genutzt werden können.
Antragsberechtigt sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Museen, Stiftungen, Vereine, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Wissenschaftsorganisationen sowie Unternehmen und Start-ups mit Schwerpunkt Wissenschaftskommunikation, Bildung oder Wissensvermittlung. Verbundprojekte unterschiedlicher Partner sind ausdrücklich möglich.
Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Einzel- und Verbundprojekte können in der Regel mit 20.000 bis 100.000 Euro gefördert werden; in begründeten Ausnahmefällen sind auch höhere Fördersummen möglich. Die Projekte sollen zwischen April und Dezember 2027 umgesetzt werden.
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe müssen Projektskizzen bis zum 14. September 2026 über das Portal easy-Online eingereicht werden. Positiv bewertete Projekte werden anschließend zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert.
Für das Space2Motion-Netzwerk bietet die Bekanntmachung interessante Möglichkeiten, Projekte an der Schnittstelle von Raumfahrt und Mobilität sichtbar zu machen. Dazu gehören beispielsweise satellitengestützte Navigation und Positionierung, autonome und vernetzte Mobilitätslösungen, Erdbeobachtungsdaten für Verkehrs- und Infrastrukturmanagement, KI-gestützte Mobilitätsanwendungen sowie die Entwicklung innovativer Technologien für nachhaltige und resiliente Mobilität. Auch Formate, die den Technologietransfer von Raumfahrtinnovationen in den Mobilitätssektor verdeutlichen, passen hervorragend zu den Zielen des Wissenschaftsjahres.
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